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nothing,nowhere.

Ursprünglich wollte der in Massachusetts geborene und in Vermont lebende Joe Mulherin Filmemacher werden, und die begeisterten Reaktionen auf seine ersten Kurzfilme – darunter ein Sonderpreis beim Filmfest in Cannes – ließen auch vermuten, dass er damit auf dem richtigen Weg ist. Doch ihm kam die Musik dazwischen – oder vielmehr die überragenden Rückmeldungen auf seine ersten veröffentlichten Tracks. Inzwischen hat sich Mulherin ganz für die Musik entschieden und veröffentlicht unter dem Pseudonym nothing,nowhere. fantastische, bemerkenswert eigenständige Musik zwischen Hip-Hop und Singer-Songwriter, ein Genre, das mit „Emo-Hip-Hop“ umschrieben wird. Nach einigen rein digitalen Veröffentlichungen auf seiner Bandcamp-Seite erschien im Oktober sein offizielles Albumdebüt „Reaper“, über das ein Rezensent der New York Times schrieb: „Eines der vielversprechendsten Popalben des Jahres“. Nun kommt Joe Mulherin zwischen dem 28. und 31. Oktober erstmals nach Deutschland, für zwei Konzerte in Köln und Berlin.

Joe Mulherin wuchs in Foxborough/Massachusetts auf und interessierte sich schon früh für zwei Dinge: das Gitarrespielen und die digitale Filmherstellung. Zunächst verfolgte er letzteres Interesse mit Nachdruck, belegte bereits in der Highschool das Studienfach ‚Computerbasiertes Design‘ und besuchte im Anschluss die Filmhochschule am Burlington College. Gleich seine ersten Kurzfilme erhielten viel Aufmerksamkeit und einige Auszeichnungen. Der berufliche Weg schien damit vorbestimmt, und dementsprechend wenig Aufmerksamkeit schenkte er zunächst seinen musikalischen Ambitionen.

Dennoch lud er unter dem mysteriösen Namen nothing,nowhere. ab 2015 erste selbst produzierte Tracks auf seinen Bandcamp- und SoundCloud-Seiten hoch – und wurde überrascht von dem Feedback, das ihn dort ereilte. Umso mehr, als er aus seiner Person ein Geheimnis machte und etwa auf Fotos stets sein Gesicht versteckte. Dennoch schrieben ihn zahllose Hip-Hop- und Pop-Produzenten an, die gern mit ihm zusammenarbeiten wollten. Und so entstanden innerhalb von zwei Jahren ein Album sowie zwei EPs mit wechselnden Kollaborateuren, die Mulherin dazu dienten, seine Fähigkeiten und seinen Horizont als Musiker erheblich zu erweitern.

Erste Tourneen an der Seite solch gegensätzlicher Formationen wie Tiny Moving Parts, Thrice und La Dispute belegten, dass sein Emo-Hip-Hop weit über alle Genregrenzen hinweg funktioniert und die Hörer nachhaltig beeindruckt. Und so entschied sich Mulherin dazu, das Filmemachen an den Nagel zu hängen und sich ganz der Musik zu widmen. Mit Erfolg: Seit sein offizielles Debütalbum „Reaper“ im vergangenen Oktober erschienen ist, spricht man in gut informierten Kreisen von einer neuen Sensation, die die bedächtige Emotionalität handgeschriebener Songs auf außergewöhnliche Weise mit der Coolness von postmodernem Hip-Hop vermählt.